Heribert Stork – ein Visionär

Dipl.Ing.

Heribert Stork


* 17.11.1943 - 27.11.2020

„Mit einem Herz voller Trauer und Liebe, aber unendlich dankbar für die gemeinsame kostbare Zeit, nehmen wir Abschied von unserem Senior!“

 

Heribert Stork ist am 27.11.2020, nur zehn Tage nach seinem 77. Geburtstag, von uns gegangen. Unternehmer, Pionier, Visionär, alles das trifft auf ihn zu. Er hinterlässt der Nachwelt ein Lebenswerk, das beeindruckender nicht sein könnte.

Während des Krieges am 17.11.1943 in Brakel-Riesel geboren, wuchs er auf dem elterlichen Hof auf, machte sein Abitur und studierte an der damals Technischen Hochschule Hannover Bauingenieurwesen. Nach erfolgreichem Examen zog es ihn zunächst in den Oman, wo er bei der Realisierung von Autobahnbauprojekten erste Berufserfahrung sammelte. Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters zog es ihn zurück nach Deutschland, wo er nach Zwischenstationen in Dortmund und Köln im Oktober 1973 sein eigenes Ingenieurbüro für Wasser- und Straßenbau in Paderborn gründete.

Er heiratete seine Frau Regina, die den beiden Kindern Nadine und Robin das Leben schenkte.

In den Folgejahren wurde die Ingenieurberatung Stork zu einem der erfolgreichsten Ingenieurbüros in den Kreisen Paderborn, Gütersloh und Höxter.

In Paderborn wurde Heribert Stork auch politisch aktiv, gewann aus dem Stand seinen Wahlkreis in Schloß Neuhaus und saß für eine Amtszeit als CDU-Ratsherr im Rat der Stadt Paderborn.

Für die Stadt Paderborn erstellte Heribert Stork zwei Generalentwässerungspläne, in denen der Grundstein für den heutigen Entwässerungskomfort für die Bürger der Stadt gelegt wurde.

Als Visionär und Pionier entwickelte er Mitte der achtziger Jahre die Idee eines Freizeitbades in seiner Heimat. Die Westfalen-Therme sollte in Paderborn entstehen, wo er mit Verwaltung und Politik nach einem geeigneten Standort suchte. Nach einer Absage durch die Stadtverwaltung Paderborn sondierte er in Bad Lippspringe nach Alternativen und wurde dort mit offenen Armen empfangen.

Als Standort kam die Schwimmbadstraße infrage, wo nach fast zwei Jahren Bauzeit im Frühjahr 1987 die Westfalen-Therme feierlich eröffnet wurde.

Entgegen vieler Zweifler wurde die Westfalen-Therme ein herausragender Erfolg und gilt als eine der ersten Anlagen dieser Art in Deutschland.

Heribert Stork entwickelte das Konzept seiner Bade-, Sauna- und Freizeitanlagen immer weiter, und eröffnete so im Jahre 1992 die Ostsee Therme in Scharbeutz, 1998 die Sachsen-Therme in Leipzig und 2001 die Rhein-Main-Therme in Hofheim am Taunus.

Parallel dazu entwickelte er die Idee eines Hotels an seinen Thermen. Auch hier leistete er Pionierarbeit und war einer der ersten, der das Konzept eines Resorts in Deutschland realisierte. Im Jahre 1997 entstand so das 4* Vital Hotel in Bad Lippspringe, 2008 das 5* superior Hotel Gran BelVeder in Scharbeutz und 2015 das 4* Vital Hotel in Hofheim am Taunus.

Es erfüllte Heribert Stork mit großer Genugtuung, dass alle Konzepte aufgingen und seine „Unternehmensgruppe Stork“ zu einem der erfolgreichsten Unternehmen im Deutschen Bade-, Freizeit- und Wellnessbereich wurde.

Er vergaß nie seine Paderborner Heimat und setzte auch hier immer wieder Akzente. Beispielhaft ist das Padercafé zu nennen, das Heribert Stork baute, um den erholungsuchenden Paderbornern nach ihrem Spaziergang um den Padersee eine Möglichkeit der Einkehr zu bieten.

Heribert Stork agierte immer mit großer Weitsicht. Er führte seinen Sohn Robin und seinen langjährigen Mitarbeiters Norbert Leibold in die Geschäftsleitung ein und übertrug ihnen nach und nach die Leitung des operativen Geschäfts.

Mit Heribert Stork ist eine große Paderborner Unternehmerpersönlichkeit von uns gegangen. Er hat seine Mitarbeiter über Jahrzehnte inspiriert und vielen Millionen von Thermen- und Hotelgästen in Deutschland eine Möglichkeit der Freizeit und Erholung geboten.

 

In seinem Lebenswerk lebt er unvergessen fort.

 

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